Kletterreviere in der näheren Umgebung von Chemnitz

Sächsische Schweiz Sächsische Schweiz, Bloßstock
Sächsische Schweiz
* von der Fläche und der Anzahl der Kletterziele her größtes Kletterrevier in Sachsen;
* südöstlich von Dresden beidseitig des Elbtals gelegen;
* wie der Name schon vermuten läßt, bestehen die Felsen aus Sandstein mit unterschiedlicher Härte (Bielatal - härterer, Rathener Gebiet - weicherer Sandstein);
* Höhe der Felsen : 10 - 100 m;
* Es gibt 1099 Klettergipfel im Elbsandsteingebirge, mit über 12000 (zwölftausend !!) Kletterrouten. Es gibt in Sachsen eine Reihe (>100) Kletterer, die alle Klettergipfel bereits bestiegen haben.
Besonderheiten - sächsische Kletterregeln :
Regen und nasser Fels
Es ist nicht erlaubt, bis zu 24 Stunden nach Regen und an nassem Fels zu klettern, um die Zerstörung des Sandsteins zu vermeiden.
Haken, Ringe, Klemmkeile, Friends,... , Magnesia
Es ist nicht erlaubt, derartige Eisenteile im Elbsandstein einzusetzen. Lediglich das legen von Schlingen und Knoten sowie die Benutzung der (wenigen) vorhandenen Sicherungsringe ist erlaubt. Auch die Verwendung von Magnesia o.ä. ist strikt verboten.
Klettern ist nur an Türmen mit einer Höhe von mehr als 10m erlaubt.
Sächsische Schweiz Sächsische Schweiz, Lilienstein Sächsische Schweiz
Teufelsturm - Alter Weg - 7b
Bloszstock - Alter Weg - 5
Rauschenstein - Gondakante - 8a
Frienstein - Ausflug ins Nirvana - 10a
Gr. Wehlturm - Superlative (direkt) - 9c
Vexierturm - Amselseekante - 7b ( 80 m, 5 Ringe)
Vexierturm - Weinertwand - 7b ( 80 m, 3 Ringe / 2.-3. Ring: 50 m)

Noch mehr Bilder von der Sächsischen Schweiz gibts bei Frank Milde zu sehen (der auch die Bilder für diese Seite zur Verfügung gestellt hat).

Literaturhinweis
Für die im nachfolgenden aufgeführten Kletterreviere gibt es einen Kletterführer, in dem die meisten erschlossenen Kletterfelsen und -routen im Zittauer und Erzgebirge verzeichnet sind.
Kletterführer Zittauer Gebirge und andere Klettergebiete Sachsens
Gesamtredaktion : Hans Pankotsch
Sportverlag Berlin, 1. Auflage 1993
ISBN 3-328-00578-1
Dieser Band ist Teil einer insgesamt 5-bändigen Ausgabe. Die verbleibenden 4 Bände sind den Kletterfelsen des Elbsandsteingebirges gewidmet. Mittlerweile gibt es eine überarbeitete Neuauflage mit Eintragung der seit der Erstauflage neu erschlossenen Kletterrouten.
Zittauer Gebirge
* Klettergebiet im südöstlichsten Zipfel Sachsens gelegen;
* gekennzeichnet durch steilwandige, zerklüftete Sandsteinfelsen;
* als voneinander angegrenzte Klettergebiete des Zittauer Gebirges gelten :
Weißbachtal
Gebiet von Oybin
Gebiet von Jonsdorf
* insgesamt 88 Kletterfelsen, von denen nur wenige eine Höhe von mehr als 30m erreichen; Schwierigkeitsgrade bis zur X;
* östlich des Weißbachtales (Grenze zur Tschechischen Republik) setzen sich die Kletterfelsen bis zum Paß von Horni sedlo fort; die dortigen Klettergebiete sind :
Cisarske udoli (Kaisergrund)
Krkavci skaly (Rabenstein)
Horny skaly (Oberwegsteine)
* Die Zahl der Kletterziele ist zu groß, um hier näher ins Detail gehen zu können, so daß auf die einschlägige Führerliteratur verwiesen werden muß.
Erzgebirge
Literaturhinweis
Kletterführer Erzgebirge : Nachträge und Änderungen (Stand 09/2001)
Greifensteine
Die Felsgruppe der Greifensteine bildet die höchste Erhebung des Ehrenfriedersdorfer Freiwaldes (732m). 7 Felsen krönen das Plateau des Bergrückens. Die bedeutendsten Gipfel sind Kreuzfelsen, Gamsfelsen und Turnerfelsen.
Granit, der durch hohen Quarzgehalt eine besondere Festigkeit, aber auch Glätte besitzt;
Innerhalb der Felsgruppe befindet sich eine Naturbühne. Ab 1 Stunde vor Beginn und während der Vorstellungen ist das Klettern an den Felsen innerhalb der Umzäunung einzustellen.
Gamsfelsen, Gipfelüberhang, Emporweg (VI)
Gamsfelsen, Gipfelüberhang, Emporweg (VI)
Gamsfelsen, Gipfelüberhang, Emporweg (VI)
Gamsfelsen, Gipfelüberhang, Emporweg (VI)
Seekofel, Algenwand (III)
Seekofel, Algenwand (III)
Kleiner Brocken, SW-Kante (IV)
Kleiner Brocken, SW-Kante (IV)
Kreuzfelsen (23m): II - IXc
Gamsfelsen (25m) : III - Xc
Seekofel : III - IXb
Kleiner Brocken : II - IXc
Stülpnerwand : I - IXc
Turnerfelsen : II -Xb
Den kompletten Kletterführer der Greifensteine gibts bei Katja Müller und Volker Kindermann oder auch als Postscript-File. Aktuellerer Führer in Booklet-Form (Postscript) vom 07.11.2000


Katzensteingebiet
* Kletterfelsen im Tal der Schwarzen Pockau/Schwarzwassertal bei Pobershau im mittleren Erzgebirge;
* roter und grauer Gneis, der teilweise große Platten bildet; oft brüchig, Schieferung meist deutlich sichtbar;
Nonnenfelsen, Frontalansicht
Nonnenfelsen, Frontalansicht
Nonnenfelsen, 1., 2. und 3. Pfeiler; am rechten Bildrand Blick auf den Westgrad (III)
Nonnenfelsen, 1., 2. und 3. Pfeiler; am rechten Bildrand Blick auf den Westgrad (III)
Teufelsmauer auf der gegenüberliegenden Seite der Schwarzen Pockau
Teufelsmauer auf der gegenüberliegenden Seite der Schwarzen Pockau (Schwarzwasser-Bach)
Goldkrone rechts oberhalb des Nonnenfelsens
Goldkrone rechts oberhalb des Nonnenfelsens
Goldkrone (M) : IV - VIIIb
Katzensteinnadel : II - IXa
Nonnenfelsen : I - VIIa
Teufelsmauer (M) : III - VIIc
Einsame Spitze : I - VI

Aktuelle Situation im Tal der Schwarzen Pockau nach dem Hochwasser vom August 2002: (Stand Oktober 2002)
Talansicht des Nonnenfelsens nach dem Hochwasser vom August 2002 (Stand Oktober 2002) Im August 2002 gab es in Sachsen ein ziemlich verheerendes Hochwasser. Auch das Tal der Schwarzen Pockau und damit die Kletterfelsen im Katzensteingebiet sind davon betroffen. Der Fahrweg im Tal der Schwarzen Pockau ist stellenweise nicht mehr existent, mehrere Brücken wurden weggespült und zerstört. Die Felsen sind damit z.Zt. nur über den Karrenweg vom Katzenstein aus erreichbar. Sowohl von Kühnheide als auch von der Schwarzbeerschänke aus ist der Fahrweg durch zerstörte Brücken unterbrochen.
Dort wo früher der Fahrweg direkt unterhalb des Nonnenfelsens war, fließt jetzt der Fluß, womit ein Einstieg in alle Kletterwege der Talseite unmöglich geworden ist (es sei denn, ganz hartgesottene Kletterer steigen direkt aus dem Flußbett in die Routen ein). Auf nebenstehendem Bild ist der jetzige Zustand gut erkennbar - man beachte den vom Fluß freigelegten hellen Streifen Felsen am Fuß des Felsens.
Ein Übergang von der Nord- auf die Südseite des Felsens (z.B. zum Westgrat) ist für Kletterer entlang der Felsen obenherum möglich, wenn das zweimalige Durchwaten der Schwarzen Pockau vermieden werden möchte.
Auch die Wilddiebsbrücke, die den Zugang zu den Kletterrouten an der Teufelsmauer ermöglichte, ist von der Flut zerstört worden. Ein Zugang ist somit ebenfalls nur mit Durchwaten des Flusses möglich. Ein Einstieg in die Kletterrouten ist auch hier erschwert, da die kleine Wiese zwischen Fluß und Felsenwand ebenfalls nicht mehr existiert. An dieser Stelle erstreckt sich momentan ein gerölliges Flußbett - wenn auch momentan ohne Wasser, da der Fluß an der Seite des Nonnenfelsens (Prallhang) entlangfließt.

Felsenerfassung NSG Schwarzwassertal; Originalausschnitt aus Übersichtskarte 1:10.000 Schwarzwassertal
Blick auf die Felsen vom Rabenbergweg (von oberhalb der Teufelsmauer)
Schematische Gebietsübersicht über Klettergebiet "Nonnenfelsen"
Lage der Nadelfelsen vom Talweg aus
Lage der Felsen vom Talweg aus mit Zustiegsmarkierung
Nonnenfelsen mit Katzsteinnadel
Panorama der Nonnenfelsen-Gruppe mit Erläuterungen
Panorama der Felsen in der Teufelsmauer mit Erläuterungen
Goldkrone
Zustiegsmarkierungen



Auersberggebiet
* Kletterfelsen im Tal der Oberen Zwickauer Mulde, bei Eibenstock und im Steinbachtal bei Johanngeorgenstadt; sowohl freistehende Felsen als auch Massivwände; Bedeutendster Gipfel ist der Teufelsstein im Steinbachtal.
* Eibenstocker Biotitgranit; stellenweise duch hohen Kalifeldspatgehalt rötlich gefärbt und manchmal auch brüchig;
Teufelsstein (25m) : IV - VIIIc
Höllengrundspitze : II - IV
Tangelstein (M) : III - IXa
Kasten : III - V
Bockauer Wurzelspitze : II - IXb
Rockenstein : I - VI
Erzgebirgsvorland
* Im nördlichen Vorland des Erzgebirges zwischen den Flüssen Bobritzsch im Osten und Zwickauer Mulde im Westen befinden sich mehrere Massivwände, die als Kletterziele dienen.
Mulde- und Bobritzschtal (Biwakwand, Muldenzacke) (M) : I - VIIIc
Zschopautal (Zschopauwand) (M) : IV - Xb
Muldetal bei Rochsburg (Muldewand) (M) : II - VIIb
Infos und Kletterführer zu den Felsen bei Halsbrücke (Russenwand,Kreuzfelsen)
Infos zur küstlichen Kletterwand in Freiberg : I-XII
Steinicht im nördlichen Vogtland
* Felsgebiet im Tal der Weißen Elster, oberhalb des Ortes Elsterberg im Vogtland nahe Plauen in der Nähe eines Steinbruchs gelegen;
* Kletterziele sind fast ausschließlich den Talhängen entragende Massivwände; relativ selbständige Gipfel gibt es nur 2;
* gutgriffiges, mitunter brüchiges Diabasgestein (Grünstein);
* Kletterwege erreichen z.T. Längen bis zu 40m; bedeutendste Kletterfelsen sind Nelkenstein, Plattenwand, Uhustein und Dornbusch.
Nelkenstein (M) : II - VIIIa
Plattenwand (M) : V - VIIa
Uhustein : I - VIIc
Dornbusch (M) : IV - A3/VI (VIIIb)

Alle Angaben von Schwierigkeitsgraden entsprechen der sächsischen Skala.

Th. Frank , since: 15. Juli 1995, 17. Oktober 2001, last updated: 14. Oktober 2002