Schema für Tourenberichte von Andreas Krebs

Schema

E-Skala

Freie Kletterei nach UIAA

Künstliche Kletterei nach UIAA

Allgemeines Schema für Tourenberichte von Andreas Krebs

Alle Tourenbeschreibungen sind nach einem einheitlichen Schema gegliedert, das die Vergleichbarkeit erleichtern soll:

Schema

1. Einleitung Allgemeines über die Tour, Anekdoten, etc.
2. Weg Alles über Zu- Auf- und Abstieg.
2.1. Lage Ort und Ausgangspunkt.
2.2. Zustieg Vom Ausgangspunkt zum Einstieg.
2.3. Route Die Tour selbst.
2.4. Abstieg Wie man wieder herunterkommt.
3. Schwierigkeiten Dinge, die man bei der Tourenplanung beachten sollte.
3.1. Technische Schwierigkeiten Welchen Grad man beherrschen sollte.
3.2. Orientierung Wie leicht der Weg zu finden ist.
3.3. Sicherung Was steckt, wie gut ist der Fels, E-Bewertung.
3.4. Objektive Gefahren Steinschlag und Freunde.
4. Charakteristik Was ist das für eine Tour.
4.1. Erstbegehung Wer war wann zuerst oben.
4.2. Länge Klettermeter, Höhenmeter, etc.
4.3. Landschaft Wie beeindruckend ist die Tour.
4.4. Material Was man mitnehmen sollte und was nicht.
4.5. Sonstiges Tips und Tricks zur Tour.
5. Literatur Wo man sonst noch nachlesen sollte.

E-Skala

Neben den üblichen UIAA-Skalen für freie und künstliche Kletterei wurde die neue E-Skala mit aufgenommen. Die Schwierigkeiten sind wie folgt definiert:

E0 Vollständig eingebohrte Routen, die keine mobilen Sicherungsmittel zur zusätzlichen Absicherung erfordern. Routen die kurze Hakenabstände aufweisen und ein nahezu risikoloses Klettern bieten.
E1 Alle Routen, die eingebohrt sind und teilweise mobile Sicherungsmittel erfordern. Ein möglicher Sturz ist ein kalkulierbares Risiko. Außerdem Routen, die mit einfachen Mitteln (Sanduhrschlinge, Felszackenschlinge usw.) relativ leicht abgesichert werden können.
E2 Routen, deren Absicherung ein sicheres Handhaben von mobilen Sicherungsmitteln erfordert. Neben dem Legen der Zwischensicherung kann das Beherrschen der Errichtung eines Standplatzes erforderlich sein (Kräftedreieck, Reihenverankerung usw.). Stellenweise können "neuralgische Punkte" mit Bohrhaken abgesichert sein. Normalhaken müssen vom Kletterer selbstverantwortlich eingeschätzt und geprüft werden.
E3 Mobile Sicherungsmittel und Normalhaken sind sehr schwierig und kraftraubend anzubringen. Sehr gute alpine Erfahrung und ein genaues Selbsteinschätzungsvermögen sind von großer Wichtigkeit. Stürze können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.
E4 Weite Strecken müssen ohne oder nur mit schlechter Sicherung überwunden werden. Das Kletterniveau sollte unbedingt höher sein als die eigentlichen Schwierigkeiten. Das sichere Beherrschen aller Sicherungstechniken (Haken schlagen, mobile Sicherungsmittel anbringen, Standplatzbau, Kameradenrettung usw.) ist für eine noch sichere Begehung einer Route mit dieser Bewertung absolut notwendig.

Die Definitionen wurden entnommen aus: Georg Kronthaler: Herrliches Prickeln - schlaflose Nächte. Alpenvereinsjahrbuch "Berg '97". Ab dem Grad E1 wird zusätzlich eine untere "-" und obere "+" Grenze dieser Grade unterschieden. Die Skala ist nach oben offen.


Freie Kletterei nach UIAA

I Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (kein leichtes Geh-Gelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichts erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich.
II Mäßige Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei, die Drei-Punkte-Haltung erforderlich macht.
III Mittlere Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert. Senkrechte Stellen oder gutgriffige Überhänge verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern.
IV Große Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei schärferer Richtung. Erhebliche Klettererfahrung notwendig. Längere Kletterstellen bedürfen meist mehrerer Zwischensicherungen. Auch geübte und erfahrene Kletterer bewältigen Passagen dieser Schwierigkeit gewöhnlich nicht mehr ohne Seilsicherung.
V Sehr große Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl der Zwischensicherungen ist die Regel. Erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen bereits zu den ganz großen Unternehmungen in den Alpen und außeralpinen Regionen.
VI Überaus große Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert weit überdurchschnittliches Können und hervorragenden Trainingsstand. Große Ausgesetztheit, oft verbunden mit kleinen Standplätzen. Passagen dieser Schwierigkeit können in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden. (Häufig kombiniert mit künstlicher Kletterei: A0 bis A4.)
VII Außergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepaßtes Training, um Passagen dieser Schwierigkeit zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerläßlich.
VIII, IX, X, XI, ... Eine verbale Definition erscheint hier sowohl problematisch als auch nicht notwendig. Es handelt sich dabei um eine weitere Steigerung der zu bewältigenden Schwierigkeiten, die an das Kletterkönnen und an den notwendigen Krafteinsatz immer höhere Anforderungen stellen.

Ab dem Grad III wird zusätzlich eine untere "-" und obere "+" Grenze dieser Grade unterschieden. Die Skala ist seit H. Kiene's und R. Karl's Begehung der Pumprisse (VII) am Wilden Kaiser nach oben offen.


Künstliche Kletterei nach UIAA

A0 Die einfachste Form künstlicher Kletterei. Haken oder andere Zwischensicherungen (Holz- oder Klemmkeile, Sanduhr- oder Zackenschlingen) in vorwiegend freien Routen müssen als Griff oder Tritt benutzt werden, Trittleitern sind jedoch nicht erforderlich. Auch die Benutzung von Selbstzug, die Anwendung der Pendeltechnik und die des Seilzugquergangs zur Fortbewegung fällt unter künstliches Klettern A0.
A1 Haken und andere technische Hilfsmittel sind relativ leicht anzubringen und die Passage verlangt relativ wenig Kraft, Ausdauer und Mut. Die Verwendung einer Trittleiter pro Seilpartner, die mehrfach eingehängt wird, ist ausreichend, eine zweite ist nicht erforderlich.
A2 - A4 Größere Schwierigkeiten beim Hakensetzen und Anbringen anderer technischer Hilfsmittel (kompakter Fels, geschlossene Risse, brüchiger und kleinsplittriger Fels) und / oder größere körperliche Leistungen beim Überwinden der Kletterstelle (Überhang, Dach, großer Hakenabstand) und / oder große Ausgesetztheit, welche vom Kletterer immer größere Fähigkeiten verlangen. Zwei Trittleitern notwendig.

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Version: 5.1.1997

redaktionell bearbeitet by Th. Frank , 13.1.1997